Thomas  Hirschhorn, Collage Truth, Nr. 37, 2012. Collage, Printmedien, transparente Klebstreifen, transparente Plastikfolie, 36,5 x 42,5 cm. Kunstmuseum Bern, Schenkung Stiftung Kunst Heute  - © 2014, ProLitteris, Zürich
Thomas Hirschhorn, Collage Truth, Nr. 37, 2012. Collage, Printmedien, transparente Klebstreifen, transparente Plastikfolie, 36,5 x 42,5 cm. Kunstmuseum Bern, Schenkung Stiftung Kunst Heute
© 2014, ProLitteris, Zürich
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Ausstellungen 24.10.2014 – 26.04.2015 CHF 18.00 / red. CHF 14.00

Im Hier und Jetzt! Schweizer Kunst der letzten 30 Jahre aus der Sammlung Kunst Heute

Die Ausstellung bietet einen repräsentativen Einblick in das zeitgenössische Schweizer Kunstschaffen von den frühen 1980er Jahren bis heute mit Werken aus der Sammlung der Stiftung Kunst Heute, die 1982 mit Sitz in Bern gegründet worden war. Mithilfe von einigen Berner Mäzenen hatte die Stiftung es sich zur Aufgabe gemacht, eine eigenständige Sammlung junger Schweizer Kunst aufzubauen. Diese wurde bis vor kurzem von einer Ankaufskommission, bestehend aus jungen Kunstvermittlern und Künstlern, stetig ergänzt. Für die Ausstellung wurden Werke ausgewählt, die danach fragen, was unsere gegenwärtige, sogenannte postmodernen Lebenswirklichkeit auszeichnet.

Zwischen 1982 und 2013 hat die Stiftung Kunst Heute eine hochkarätige Sammlung von Schweizer Gegenwartskunst zusammengetragen. Die Stiftung mit Sitz in Bern wurde 1982 von Marianne Gerny initiiert. Mithilfe von einigen Berner Mäzenen hatte sie es sich zur Aufgabe gemacht, eine eigenständige Sammlung junger Schweizer Kunst aufzubauen. Diese wurde bis vor kurzem von einer Ankaufskommission, bestehend aus jungen Kunstvermittlern und Künstlern, stetig ergänzt. Die gesamte Sammlung der Stiftung Kunst Heute, die rund 300 Werke und Werkgruppen von nahezu 60 namhaften Schweizer Künstlerinnen und Künstlern beinhaltet, wurde 2003 dem Kunstmuseum Bern als Schenkung übergeben, darin inbegriffen die von der Stiftung in den folgenden Jahren noch angekauften Werke. Nach über dreissig jähriger Aktivität stellte die Stiftung Ende 2013 ihre Tätigkeit ein.

Die Ausstellung bietet einen repräsentativen Einblick in das zeitgenössische Schweizer Kunstschaffen von den frühen 1980er Jahren bis heute. Ausgewählt wurden Werke, die danach fragen, was unsere gegenwärtige, sogenannte postmodernen Lebenswirklichkeit auszeichnet. Während in den Arbeiten der 1980er Jahre das Erbe der vorangegangenen konzeptuellen Strömungen insofern nachklingt, als dass das künstlerische Medium selbst im Zentrum der Aufmerksamkeit steht und mit seinen eigenen Mitteln untersucht wird, wenden sich die ab Mitte der 1990er Jahre entstandenen Arbeiten vermehrt der Darstellung komplexer Zusammenhänge von Lebensrealitäten in einer zunehmend globalisierten Welt zu. Sie richten den Fokus gewissermassen nach aussen in die Welt, aber ebenso nach innen und fragen nach der Verortung des Selbst.

Die Ausstellung knüpft mit der Auswahl der Werke an die Präsentation mit Werken aus der Sammlung der Stiftung Kunst Heute von 1995 im Aargauer Kunsthaus an und zeigt im Überblick mit wenigen Ausnahmen die seither getätigten Ankäufe und vorwiegend Werke, die bisher noch nie präsentiert worden sind. Gegliedert ist die Auswahl der Werke in vier verschiedene Kapitel, welche aus unterschiedlichen Perspektiven die engen Verflechtungen zwischen Mensch und Welt befragen.

Die Ausstellung ist nach Don’t Look Now (2010) und Merets Funken (2012) die dritte einer Reihe von regelmässig stattfindenden thematischen Sammlungspräsentationen der Abteilung Gegenwartskunst im Kunstmuseum Bern. Sie wird von einem umfangreichen Katalog begleitet, der im Kerber Verlag erscheint.

Mit Werken von: Judith Albert, Ian Anüll, John M Armleder, Katia Bassanini, Miriam Cahn, Mauricio Dias & Walter Riedweg, Christoph Draeger, Yan Duyvendak, Pierre André Ferrand, Fischli / Weiss, Florian Germann, Alex Hanimann, Thomas Hirschhorn, Christian Marclay, Luc Mattenberger, Claudio Moser, Marco Poloni, David Renggli, Pipilotti Rist, Roman Signer, Loredana Sperini, Studer / van den Berg, Matteo Terzaghi & Marco Zürcher, Bernard Voïta

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