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Die Beschäftigung mit dem Abriss ganzer Quartiere, dem aufgewühlten Boden sowie der in die Höhe wachsenden Mauerstützen zeigt sich beispielsweise in Pierre-Philippe Freymonds Fotografien, Shahryar Nashat hat einen Film über den Betonguss einer Säule gedreht und den Gebrüder Chapuisat - schon immer Meister der skulpturalen und architektonischen Raumverfremdung - müssen sich die Baustellen als inspirierende Anschauungsobjekte präsentiert haben. In Christian Vetters grossformatigen Gemälden und Zeichnungszyklen kam es mit der in Beijing-Erfahrung gar zum grundlegenden Stil- und Themenwandel: hin zur Abstraktion und weg von der Farbe. Ana Roldán hingegen setzt sich eher konzeptuell mit der chinesischen Geschichte, aber auch mit der Bedeutung des Landes als Wirtschaftsmacht auseinander. Am wenigsten offensichtlich zeigt sich die Auseinandersetzung mit China in den feinen und doch schockierend direkten Arbeiten auf Papier von Marc Bauer. Seine in Zyklen und Serien angelegten Zeichnungen behandeln persönliche und kollektive Geschichte, thematisieren das Individuum und seine Verdinglichung in Darstellungen bisweilen expliziter Gewalt und Sexualität.
"Made in China" ist eine Formel, die man gemeinhin mit billig und massenhaft produzierten Industrieprodukten von geringer Qualität in Zusammenhang bringt, aber auch mit Massenphänomenen in Kultur und Gesellschaft, Ideologie und Staatskultur verbunden mit dem Verlust des kulturellen Selbstbewusstseins des Einzelnen, Missachtung der Rechte des Individuums, Gleichschaltung der öffentlichen Meinung etc. Die Gruppenausstellung im Kunstmuseum Bern versucht eine Neubesetzung dieses Labels. Sie thematisiert damit auch den Austausch zwischen zwei Kulturen und Lebensgefühlen jenseits der Klischees.
Projektidee: Kathleen Bühler
Kuratorin: Isabel Fluri
Die Ausstellung und der Katalog werden grosszügig unterstützt von der Stiftung GegenwART, Dr. h.c. Hansjörg Wyss

> zum Rahmenprogramm der Ausstellung
Die Ausstellung
Eröffnung
Donnerstag, 19.11.2009, 18h30
Dauer
20.11.2009 - 14.02.2010
Eintritt
CHF 9.- / red. CHF 7.-
Öffnungszeiten
Dienstag: 10h – 21h
Mittwoch – Sonntag: 10h – 17h
Öffnungszeiten an Feiertagen
Donnerstag, 24. Dezember 2009: 10h - 17h
Freitag, 25. Dezember 2009: geschlossen
Donnerstag, 31. Dezember 2009: 10h – 17h
Freitag, 1. Januar 2010: 10h – 17h
Samstag, 2. Januar 2010: 10h – 17h
Gruppenführungen
T + 41 31 328 09 11, F + 41 31 328 09 10,
vermittlung@kunstmuseumbern.ch
Der Katalog
Made in China – Stipendiaten der Stiftung GegenwART.
Marc Bauer, Cyril und Gregory Chapuisat, Pierre-Philippe Freymond, Shahryar Nashat, Ana Roldán und Christian Vetter
hrsg. vom Kunstmuseum Bern, mit Texten von Kathleen Bühler und Isabel Fluri, Bern 2009, 80 Seiten, deutsch / englisch
CHF 20.-*
Das Plakat
Grösse F4 (89,5 x 128 cm)
CHF 20.-*
* Preise exkl. Porto und Verpackung, inkl. MWST
Sie können entweder per e-Mail shop@kunstmuseumbern.ch bestellen, direkt im Museumsshop vorbeikommen oder telephonisch bestellen: T +41 31 328 09 44.
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