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Kommende Ausstellungen “Made in China” – Stipendiaten der Stiftung GegenwART Freitag, 20. November 2009 - Sonntag, 14. Februar 2010


Eröffnung: Donnerstag, 19. November 2009, 18h30

Die Ausstellung Mahjong (2005) und der Wunsch nach einem künstlerischen Austausch mit China standen am Anfang eines Stipendiaten-Programms, dessen Früchte die Gruppenausstellung Made in China nun präsentiert. In Zusammenarbeit mit dem chinesischen Künstler Ai Weiwei wurde ab 2006 ein Wohnatelier in Beijing eingerichtet, das jungen Schweizer Künstlern jeweils für sechs Monate zur Verfügung stand. Während zweier Jahre hat die Stiftung GegenwART und ihr Mäzen Dr. h.c. Hansjörg Wyss diese Initiative des Kunstmuseums Bern mitgetragen und sechs Künstlern den Aufenthalt in der chinesischen Hauptstadt finanziert.


In den Genuss dieser einmaligen mäzenatischen Geste kamen die Genfer Künstler Marc Bauer, Shahryar Nashat und Pierre-Philippe Freymond, der Zürcher Christian Vetter sowie das Künstlerpaar Cyril und Gregory Chapuisat aus Founex. Die künstlerische Ausbeute dieser Residencies wird nun in einer Gruppenausstellung präsentiert werden. Ergänzt werden diese Arbeiten durch Werke der in Zürich lebenden und in Bern ausgebildeten Künstlerin Ana Roldán, welche 2008 während eines halben Jahres das Atelier der Stadt Zürich in Kunming bewohnte.

Der Aufenthalt in China hat sich in sehr unterschiedlicher Weise im Werk der einzelnen Künstler niedergeschlagen, bisweilen sogar nachhaltige Wirkung gehabt. Besonderen Eindruck hinterliessen die zahlreichen Grossbaustellen - der vielleicht deutlichste Ausdruck des grundlegenden Wandels, in dem sich das "Reich der Mitte" befindet.






 













Die Beschäftigung mit dem Abriss ganzer Quartiere, dem aufgewühlten Boden sowie der in die Höhe wachsenden Mauerstützen zeigt sich beispielsweise in Pierre-Philippe Freymonds Fotografien, Shahryar Nashat hat einen Film über den Betonguss einer Säule gedreht und den Gebrüder Chapuisat - schon immer Meister der skulpturalen und architektonischen Raumverfremdung - müssen sich die Baustellen als inspirierende Anschauungsobjekte präsentiert haben. In Christian Vetters grossformatigen Gemälden und Zeichnungszyklen kam es mit  der in Beijing-Erfahrung gar zum grundlegenden Stil- und Themenwandel: hin zur Abstraktion und weg von der Farbe. Ana Roldán hingegen setzt sich eher konzeptuell mit der chinesischen Geschichte, aber auch mit der Bedeutung des Landes als Wirtschaftsmacht auseinander. Am wenigsten offensichtlich zeigt sich die Auseinandersetzung mit China in den feinen und doch schockierend direkten Arbeiten auf Papier von Marc Bauer. Seine in Zyklen und Serien angelegten Zeichnungen behandeln persönliche und kollektive Geschichte, thematisieren das Individuum und seine Verdinglichung in Darstellungen bisweilen expliziter Gewalt und Sexualität.

"Made in China" ist eine Formel, die man gemeinhin mit billig und massenhaft produzierten Industrieprodukten von geringer Qualität in Zusammenhang bringt, aber auch mit Massenphänomenen in Kultur und Gesellschaft, Ideologie und Staatskultur verbunden mit dem Verlust des kulturellen Selbstbewusstseins des Einzelnen, Missachtung der Rechte des Individuums, Gleichschaltung der öffentlichen Meinung etc. Die Gruppenausstellung im Kunstmuseum Bern versucht eine Neubesetzung dieses Labels. Sie thematisiert damit auch den Austausch zwischen zwei Kulturen und Lebensgefühlen jenseits der Klischees.

Projektidee: Kathleen Bühler
Kuratorin: Isabel Fluri


Die Ausstellung und der Katalog werden grosszügig unterstützt von der Stiftung GegenwART, Dr. h.c. Hansjörg Wyss




> zum Rahmenprogramm der Ausstellung








Die Ausstellung

Eröffnung
Donnerstag, 19.11.2009, 18h30

Dauer
20.11.2009 - 14.02.2010

Eintritt
CHF 9.- / red. CHF 7.-

Öffnungszeiten
Dienstag: 10h – 21h
Mittwoch – Sonntag: 10h – 17h

Öffnungszeiten an Feiertagen
Donnerstag, 24. Dezember 2009: 10h - 17h
Freitag, 25. Dezember 2009: geschlossen
Donnerstag, 31. Dezember 2009: 10h – 17h
Freitag, 1. Januar 2010: 10h – 17h
Samstag, 2. Januar 2010: 10h – 17h

Gruppenführungen
T + 41 31 328 09 11, F + 41 31 328 09 10,
vermittlung@kunstmuseumbern.ch

Der Katalog

Made in China – Stipendiaten der Stiftung GegenwART.
Marc Bauer, Cyril und Gregory Chapuisat, Pierre-Philippe Freymond, Shahryar Nashat, Ana Roldán und Christian Vetter
hrsg. vom Kunstmuseum Bern, mit Texten von Kathleen Bühler und Isabel Fluri, Bern 2009, 80 Seiten, deutsch / englisch
CHF 20.-*


 

Das Plakat

Grösse F4 (89,5 x 128 cm)
CHF 20.-*








* Preise exkl. Porto und Verpackung, inkl. MWST

Sie können entweder per e-Mail shop@kunstmuseumbern.ch bestellen, direkt im Museumsshop vorbeikommen oder telephonisch bestellen: T +41 31 328 09 44.



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