Provenienzforschung setzt sich mit den Erwerbungszusammenhängen einzelner Kunstwerke und der Geschichte von Sammlungen auseinander. Die Recherchen erstrecken sich auf alle Sammlungsgegenstände, die bis 1945 entstanden sind und seit 1933 in den Bestand des Kunstmuseum Bern übergegangen sind. Ein besonderer Schwerpunkt ist das Legat Cornelius Gurlitt.

Durch Ausstellungen und Vermittlungsangebote bietet das Kunstmuseum Bern regelmässig Einblicke in seine Aktivitäten zur Provenienzforschung. Sie verstehen sich als Momentaufnahmen in einem Prozess kontinuierlicher Aufarbeitung. Private Förderer unterstützen die Provenienzforschung wesentlich.

Provenienzforschung zur Sammlung des Kunstmuseum Bern

    Laufende Projekte

    • Projektzeitraum Phase 1: 01. September 2025 – 28. August 2026 

      Im Rahmen des Projekts werden sechs Werke aus der Sammlung des Kunstmuseum Bern vertieft auf ihre Eigentumsgeschichte hin untersucht. Ausgangspunkt sind Hinweise aus früheren Forschungsarbeiten, die Provenienzlücken in den Jahren zwischen 1933 und 1945 sowie auffällige Begleitumstände im Zusammenhang mit den jeweiligen Handwechseln erkennen liessen. Ziel ist es, die Objektbiografien dieser Werke zu rekonstruieren und die historischen Kontexte der Transfers kritisch einzuordnen.

      In einer ersten Phase werden relevante Archivalien systematisch erschlossen und ausgewertet, um die Eigentums- und Besitzwechsel zu dokumentieren und die Ergebnisse anschließend differenziert zu bewerten.

      Projektleitung: Katharina Otterbach, M. A.
      Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Dr. Gitta Ho, Ev-Isabel Raue, M. A.

    • Projektzeitraum: 1. Januar 2025 – 30. September 2026

      Im Rahmen des laufenden Projekts werden 229 Gemälde, die im Zeitraum von 1933 bis 1965 unter den beiden Museumsdirektoren Conrad von Mandach und Max Huggler durch Ankauf, Schenkung, Tausch oder Vermächtnis Eingang in die Sammlung des Kunstmuseums Bern gefunden haben, in Bezug auf ihre früheren Besitzverhältnisse und Handwechsel im Zeitraum von 1933 bis 1945 wissenschaftlich bearbeitet. Die Angaben zu Vorbesitzern und Besitzwechseln in den Jahren 1933 bis 1945 sind durchgängig lückenhaft und mitunter widersprüchlich. Im Rahmen des laufenden Projekts werden diese Angaben geprüft und wissenschaftlich aufgearbeitet.

      Ziel ist es, durch die zunehmende Erschliessung der Sammlung nach standardisierten Kriterien der Provenienzfoschung, Verdachtsfälle von Raubkunst zu erkennen. Das zunehmende Wissen über Akteur:innen und Handlungsorte gibt zudem Aufschluss über die Netzwerke des Kunsthandels in der Schweiz und Europa.
      Die gewonnen Erkenntnisse werden digital dokumentiert und nach Abschluss des Projekts der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

      Das Projekt wird durch das Bundesamt für Kultur unterstützt

    Abgeschlossene Projekte

    Mit der Unterstützung von

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