Überzeugende Lösung für Bern

Das Siegerprojekt des internationalen Architekturwettbewerbs präsentiert für den anspruchsvollen Standort eine überzeugende Lösung und eignet sich am besten für die Weiterbearbeitung und Realisierung. Das Siegerteam Schmidlin Architekten (Zürich und Engadin) hat die Chance genutzt, einen zeitgenössischen Museumsbau mit dem Stettlerbau zu verbinden und ein architektonisches Ensemble zu konzipieren, das gut in die UNESCO-Stadt Bern eingebettet ist.
Das Projekt sieht als Ersatz für den stark sanierungsbedürftigen Atelier 5-Bau (Erweiterungsbau) einen einladenden, freistehenden Ersatzneubau aus Sandstein vor. Gleichzeitig wird dem Stettlerbau (Altbau) seine architektonische Eigenständigkeit zurückgegeben. Das Bistro und die Büroflächen befinden sich im angrenzenden Gebäude an der Hodlerstrasse 6. Dank dem zurückversetzten Neubau entsteht ein Museumsplatz, der die drei Gebäude als Ensemble betont und das Museum optimal mit dem öffentlichen Raum verbindet. Zwischen Stettlerbau und Neubau führt eine breite Freitreppe hinunter zu der neugeschaffenen Aareterrasse, einem öffentlichen Aufenthaltsort, der sich unter anderem als Picknickplatz oder auch für die Kunstvermittlung nutzen lässt.

«Das Siegerprojekt besticht durch seine städtebauliche Setzung im UNESCO-Perimeter und seine moderne, selbstbewusste architektonische Sprache. Die Klarheit des Neubaus als Solitär, der den Stettlerbau vollständig freistellt, und der Einbezug des Gebäudes der Hodlerstrasse 6 in das Ensemble überzeugen. Mit seiner Platzbildung an der Hodlerstrasse und der Öffnung des Aarehangs schafft das Projekt klare Mehrwerte für die Stadt und gibt dem Kunstmuseum Bern eine attraktive, einladende Adresse.»
Thomas Hasler, Präsident der Jury
Wie es weiter geht
Im September 2025 hat der Grosse Rat des Kantons Bern mit grosser Mehrheit für den Projektierungskredit gestimmt und damit die erforderlichen Mittel bereitgestellt, um das Siegerprojekt weiterbearbeiten und konkretisieren zu können. Ein Komitee hat gegen diesen Entscheid das Referendum ergriffen. Wenn genügend Unterschriften zustande kommen, steht eine kantonale Abstimmung über den Entscheid des Grossen Rates im Jahr 2026 an.
Bis zum Entscheid der Stimmbevölkerung sind die Projektarbeiten sistiert.
Warum die Erneuerung?
Ob Gebäudetechnik, Klima- und Kälteanlage, Brandschutz oder Ausstellungsräume: Dem Kunstmuseum fehlt eine zeitgemässe, nachhaltige Infrastruktur. Teilweise ist der Betrieb nur mit Sonderbewilligungen möglich.
Mehr erfahrenWas das Museum künftig bietet
Die offenen und lichten Ausstellungsräume erhöhen den Kunstgenuss. Es erwartet Sie ein einladender Zugang zum Gebäude, grosszügige Vermittlungsräume, ein attraktives Gastroangebot und Orte, wo man sich gerne aufhält.
Mehr erfahrenPartnerschaftlich finanziert
Die Museumserneuerung ist auch finanziell ein Gemeinschaftswerk: Die Finanzierung soll durch die öffentliche Hand, private Mäzene, Stiftungen und Unternehmen erfolgen.
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